Schon lange sind die Zeiten vorbei, in denen Unternehmen einfach Stellenanzeigen in Jobportale posteten und darauf vertrauen konnten, dass sich in kürzester Zeit eine Unmenge an Top-Talenten bewirbt. Heutzutage ist Recruiting deutlich aktiver, wenn nicht sogar aggressiver.

Warum das nötig ist, wissen Sie vermutlich am besten: Der aktuelle Fachkraftmangel ist kaum zu bändigen.

Deshalb ist Recruiting für viele Unternehmen zu einer wahren Employer Branding Wissenschaft geworden. Der Recruiting Funnel dient dabei als wichtiger Grundstein für die minutiöse geplanten und analysierten Maßnahmen.

 

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Doch das ist leichter gesagt als getan – nicht zuletzt, weil der Begriff Recruiting Funnel für zig verschiedene Konzepte und Tools verwendet wird! Der folgende Beitrag verschafft die nötige Klarheit und zeigt auf, wie Sie die verschiedenen Arten, Auslegungen und Aspekte des Recruiting Funnels effizient für Ihre Fachkraftgewinnung einsetzen können:

 

 

 

Unterschiede zwischen Recruiting Funnel, Bewerber-Funnel, Mobile Funnel & Co.

Die folgende Tabelle verschafft Ihnen einen schnellen Überblick über die verschiedenen Konzepte, die häufig allesamt unter dem Begriff Recruiting Funnel verstanden werden. Im weiteren Verlauf des Beitrags bekommen Sie einen tieferen Einblick in die hier genannten Modelle und Tools.

 

Konzept Definition
Recruiting Funnel  

Bildet die komplette Candidate Journey bzw. den gesamten Recruiting Prozess ab: Vom ersten Kontaktpunkt bzw. der Aufmerksamkeitsgenerierung bis zur Einstellung des Kandidaten.

 

Bewerber-Funnel  

Der obere Teil des Recruiting Funnels bis „Application“. Der Bewerber-Funnel endet hier, weil die aktiven Handlungen von Seiten des Kandidaten hier abgeschlossen sind.

 

Mobile Funnel  

Mit speziellen Tools kann ein kompletter Bewerber-Funnel als eine einzige Social Media Kampagne erstellt werden, durch die Bewerber schnell und einfach geführt werden. Diese Kampagnen nennt man Mobile Funnel.

 

Recruiting Wheel  

Eine Weiterentwicklung des Recruiting Funnels. Hier wird sichergestellt, dass warme Leads nicht verloren gehen. Das Recruiting Wheel zieht auch nicht aktiv Suchende an.

 

Mobile Recruiting Wheel  

Unsere Erfolgsmethode, um das Recruiting Wheel in Social Media Kampagnen umzusetzen.

 

 

 

Was ist ein Recruiting Funnel?

Vom Recruiting Funnel haben Sie sicher schon gehört. Das Konzept entspringt dem Marketing, wo es als „Sales Funnel“ bekannt ist, und wird erfolgreich für Recruiting-Prozesse verwendet.

Im Grunde genommen bildet der Recruiting Funnel die Candidate Journey ab und unterteilt somit den gesamten Recruiting-Prozess in einzelne Phasen. In anderen Worten: Der Recruiting Funnel verfolgt den Pfad, den potenzielle Mitarbeitende vom ersten Kontaktpunkt mit Ihrem Unternehmen bis zur Einstellung gehen.

 

 

Achtung: Während in Ihrem Küchentrichter im besten Falle nichts verloren geht, ist das im Recruiting Funnel (Funnel = Trichter) anders. Hier springen Kandidaten ab oder werden von Ihnen ausgesondert, je enger der Trichter wird.

 

 

 

So ist der Recruiting Funnel aufgebaut

 

Grafik vom Recruiting Funnel

 

 

Attention (=Aufmerksamkeit)

Erstmal sollten Sie natürlich möglichst viele potenzielle Wunschmitarbeiter oben in den Trichter bekommen. Denn wie gesagt: In jeder Phase des Recruiting Funnels wird die Anzahl der Kandidaten weniger!

Dafür müssen Sie ordentlich Aufmerksamkeit generieren. Dabei ist es nicht nur wichtig, dass Sie sich attraktiven Arbeitgeber präsentieren, sondern sich auch auf den richtigen Kanälen präsentieren. Tummeln sich Ihre Wunschmitarbeiter auf LinkedIn, Instagram, Jobmessen oder Jobportalen?

Sie haben keine Ahnung? Dann ist es an der Zeit, Ihre Wunschmitarbeiter genauer kennenzulernen. Erfahren Sie in unserem Beitrag zur Candidate Persona, wie das geht.

 

 

Optimierungsstellen: Erstellung einer attraktiven Arbeitgebermarke; Auswahl der Social Media Plattformen, Jobportalen und offline Events.

 

 

 

Attraction (=Anziehung)

Sobald Sie ihre Aufmerksamkeit gewonnen haben, sollten Sie bei Ihren potenziellen Mitarbeitern möglichst schnell und effizient näheres Interesse an Ihrem Unternehmen und konkreten Jobs wecken.

Potenzielle Kandidaten, die Ihnen ihre Aufmerksamkeit geschenkt haben, recherchieren Sie nun eingehend, um zu sehen, ob Sie auch über den ersten aufmerksamkeitsheischenden Eindruck hinaus von Interesse sind.

Stecken Sie also für die Optimierung dieser Recruiting-Funnel-Phase besonders viel Liebe und Fleiß in die Gestaltung Ihrer Karriereseite, Social Media Accounts und Stellenanzeigen.

Sehen Sie diese Kanäle als das Tinder-Profil Ihres Unternehmens, das auf Ihre Traum-Kandidaten möglichst attraktiv wirken soll!

 

 

Optimierungsstellen: Karriereseite, Social Media Accounts, Stellenanzeigen

 

 

 

Application (=Bewerbung)

Haben Sie es geschafft, Ihre Wunschkandidaten bis zu diesem Teil des Recruiting Funnels zu navigieren? Glückwunsch! Doch die nun anstehende Bewerbungsphase stellt auch die größte Hürde dar. Denn hier wird zum ersten Mal explizit ein Aufwand von Kandidaten verlangt.

Wichtig ist also, dass Sie den Bewerbungsprozess erleichtern und beschleunigen:

Eine moderne Karriereseite sollte mehrere Kontaktmöglichkeiten sowie ein Online Bewerbungsformular bieten. Außerdem sollte nicht einfach nur eine Telefonnummer und Email-Adresse hinterlegt werden, sondern auch eine Ansprechperson vorgestellt werden, die sich um die Bewerbungen kümmert. Das macht Sie nicht nur nahbarer, sondern spart Kandidaten auch den Stress, zu überlegen, wie sie um das generische „Sehr geehrte Damen und Herren“ herumkommen.

 

 

Optimierungsstellen: Online Formular, Bewerber-Infos auf Karriereseite & Stellenanzeigen

 

 

 

Selection (=Auswahl)

Beim Optimieren des Recruiting Funnels geht es nicht darum, auf Ach und Krach Kandidaten zu generieren, sondern Sie möchten die richtigen Mitarbeiter für Ihr Unternehmen einstellen. In der Auswahlphase liegt es nun also an Ihnen, die Streu vom Weizen zu trennen. Die Auswahl verläuft in der Regel in 3 Schritten:

 

  1. Anhand der Bewerbungen wird eine Vorauswahl getroffen
  2. Es werden Bewerbungsgespräche gehalten
  3. Die interviewten Kandidaten werden bewertet und verglichen

 

 

Hire (=Einstellen)

Glückwunsch! Sie haben nun Ihren idealen Kandidaten gefunden und es gilt nur noch, gemeinsam einen Vertrag aufzusetzen, der beide Seiten zufriedenstellt.

 

 

Die perfekte Karriereseite

Egal was Sie unternehmen, um Ihren Fachkraftmangel zu beheben. Irgendwann kommt jede:r Kandidat:in auf Ihre Karriereseite. Erfahren Sie in unserem kostenlosen Rategeber, wie die perfekte Karriereseite gestaltet ist.

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So wird der Recruiting Funnel im Personalmarketing genutzt

Sie sind vermutlich bereits selbst „auf den Trichter“ gekommen: Der Vorteil des Recruiting Funnels ist, dass man sich so jede Phase einzeln anschauen und genauestens analysieren kann, um sie auf Höchstleistung zu optimieren.

Einige mögliche Metriken, nach denen Sie den Erfolg jeder Phase im Recruiting Funnel messen und verbessern können, sind folgende:

 

 

  • Klicken zu wenige Bewerber (bei einer bestimmten Phase) weiter?
  • Klicken sich die falschen Bewerber durch?
  • Dauert eine Phase zu lang, bevor der nächste Schritt gemacht wird?
  • Wieviel kostet das Pflegen bzw. Optimieren einer Phase im Vergleich zum Resultat? Verschwenden Sie beispielsweise Geld für Jobportale, wenn Sie größtenteils Aufmerksamkeit durch Social Media generieren?

 

 

Für die Beantwortung dieser Fragen stehen Ihnen eine Unzahl an Tools wie beispielsweise Google Analytics oder die Google Search Console zur Verfügung.

 

Was ist ein Bewerber-Funnel?

Neben dem Begriff Recruiting Funnel haben Sie eventuell auch schonmal vom Bewerber-Funnel gehört. Und wie die Überschrift sagt: Nein, es handelt sich nicht um dasselbe Konzept, auch wenn die beiden Begriffe oft als Synonym gebraucht werden.

Stattdessen ist der Bewerber-Funnel ein Teil des Recruiting Funnels.

 

Recruiting Funnel im Vergleich zum Bewerber-Funnel

 

Beim Recruiting Funnel wird der Recruiting-Prozess aus Arbeitgeberperspektive gesehen und behandelt. Hier ist tatsächlich das Einstellen („Hire“) die letzte, ausschlaggebende Handlung.

Wenn wir vom Bewerber-Funnel sprechen, betrachten wir den ganzen Prozess aus der Sicht der Bewerber, für die ja die Bewerbung („Application“) die letzte, ausschlaggebende und abschließende Handlung ist. Danach warten Kandidaten in erster Linie auf Rückmeldung vom Unternehmen. Aus diesem Grund endet der Bewerber-Funnel bei der Phase „Application“.

 

Erstellung eines Mobile Funnels

Mobile Funnels sind in letzter Zeit zum absoluten Buzzword geworden und werden ebenfalls häufig Synonym mit dem Begriff Recruiting Funnel verwendet.

Doch auch das ist nicht ganz korrekt und vor allem ziemlich verwirrend. Denn während der Recruiting Funnel lediglich ein theoretisches Konzept ist, an dem sich im Employer Branding entlanggehangelt wird, sind Mobile Funnels letztendlich Social Media Kampagnen.

 

Grafik mit einem Handy und den Logos verschiedener Social Media Plattformen

 

Mobile Funnels werden mithilfe von bestimmten Tools erstellt, um potenzielle Kandidaten schnell und einfach durch den gesamten Bewerber-Funnel zu führen. Dafür wird der Bewerber-Funnel mit besagten Tools in einer einzigen Kampagne bzw. als ein Abwasch auf Social Media Plattformen abgebildet.

 

So funktioniert der Mobile Funnel

Jedes Unternehmen kann seinen Mobile Funnel selbst zusammensetzen und individuell gestalten. Doch im Allgemeinen sieht der Aufbau eines erfolgreichen Mobile Funnels wie folgt aus:

 

  1. Auf Social Media Plattformen wie Instagram, Facebook oder LinkedIn werden ansprechende Werbeanzeigen ausgespielt, beispielsweise mit dem Inhalt: „Online Marketing Manager – dein Traumjob bei uns. Bewirb dich in nur 60 Sekunden.“
  2. Wenn interessierte Nutzer dann auf diese Anzeige klicken, werden sie durch eine Reihe interaktiver Fragen geführt. Das Hochladen von Lebensläufen und anderen Dokumenten ist mit dieser Art des Bewerber-Funnels gar nicht mehr nötig!
  3. Nach der Befragung können Kandidaten ihre Bewerbung abschicken bestätigen.
  4. Am Ende steht in der Regel eine Danke-Seite à la „Wir melden uns schnell zurück“

 

 

Aufbau eines Mobile Funnels

 

Warum „Mobile Funnel“?

Keine Sorge. Der Mobile Funnel kann natürlich auch am Desktop durchgangen werden. Doch da das mobile Endgerät ganz allgemein und vor allem bei Social Media Plattformen eine viel größere Rolle spielt, macht es Sinn, dass die Mobile Funnels primär auf diese Nutzer ausgerichtet sind. Und daher kommt eben auch der Name.

 

Vorteile vom Mobile Funnel

Für Kandidaten:

Laut LinkedIn brechen 58 % der Jobsuchenden ihre Bewerbung wieder ab. Und zwar nicht, weil ihnen die angebotene Stelle doch nicht mehr gefällt, sondern weil:

 

 

  • Bewerbungsverfahren zu kompliziert sind,
  • Unternehmen ewig nicht auf die Bewerbung reagieren,
  • Die Stellenanzeige insgesamt einfach nicht ansprechend ist,
  • Mobile Bewerbungsmöglichkeiten fehlen.

 

 

Der Einsatz eines Mobile Funnels räumt den Großteil dieser Hindernisse mit einem Schlag aus dem Weg. Denn er ermöglicht vor allem eine schnelle (innerhalb von 60 Sekunden!) und einfache Bewerbung. Außerdem ist diese Art des Bewerber-Funnels super interaktiv und kann mit den entsprechenden Tools (und etwas Know-How) extrem attraktiv und kreativ gestaltet werden.

 

Auch die Vorteile für Unternehmen sind zahlreich:

  • Der größte und unwiderstehlichste Vorteil leitet sich natürlich aus den obigen Punkten ab. Denn wenn der Prozess für Kandidaten einfacher, schneller und attraktiver ist, können Sie entsprechend mehr Bewerbungen generieren!
  • Sie vermeiden Streuverluste, indem Sie Fragen stellen können, die für Sie wirklich relevant sind. Sie interessiert vor allem die Erfahrung mit einer bestimmten Software? Fragen Sie ganz konkret danach! Das beste: Kandidaten können basierend auf ihrer Antwort auch direkt ausgesondert werden. Haben sie beispielsweise gar keine Erfahrung mit der Software, können Sie diese Kandidaten auf eine Seite weiterleiten, die kommuniziert „Leider haben wir gerade keine passende Stelle für dich“. Das spart Ihnen sehr viel Zeit beim Auswahlverfahren!
  • Sie haben weniger Kostenaufwand. Anstatt Ihr Geld in Tausend Stellenanzeigen und Ads zu stecken oder gar einen extrem überteuerten Headhunter einzustellen, reicht ein einziger geil erstellter Mobile Funnel, um Top-Talente in wenigen Minuten gezielt zur Bewerbung zu befördern!
  • Sie haben weniger Zeitaufwand. Ein Mobile Funnel ist innerhalb kürzester Zeit aufgesetzt, wenn man die nötige Expertise hat.

 

Tipps zur Erstellung von Mobile Funnels

Mobile Funnels sind genial, aber wie bei allen Dingen im Leben gilt auch hier: Übung und Expertise macht den Meister. Hier sind einige Tipps von uns, um Ihren Mobile Funnel möglichst wirksam zu gestalten:

 

Tipps zur Erstellung eines Mobile Funnels

 

 

  • Stellen Sie nicht zu viele Fragen, sonst wird der Prozess für Kandidaten wieder zu lang und sie springen ab. Denken Sie daran: Die Kandidaten klicken sich direkt von einer schnelllebigen Social Media Plattform weiter auf den Funnel. Und bei Social Media muss eben alles nochmal doppelt so schnell gehen, um Nutzer bei Laune zu halten. Machen Sie sich also in Vornherein ausreichend Gedanken darüber, nach welchen Kriterien Sie selektieren möchten und welche Fragen für Sie wirklich wichtig sind.
  • Gelungene Mobile Funnels starten mit Fragen, die Benefits hervorstellen und Infos zum Unternehmen liefern. Ziel dieser „Trickfragen“ ist es in erster Linie, Wunschmitarbeiter vom Unternehmen zu begeistern. Zum Beispiel: „Willst du bei einem Unternehmen arbeiten, bei dem du jederzeit im Home-Office arbeiten kannst?“). Erst dann sollten spezifischere Fragen zum Bewerber und dessen Eignung, Erfahrung und so weiter kommen.
  • Das Corporate Design sollte deutlich hervorgestellt werden, um einen Wiedererkennungswert zu schaffen.
  • Nutzen Sie unbedingt immer authentische Bilder Ihres Unternehmens statt Stockfotos! Selbst wenn die Qualität Ihrer Fotos etwas zu wünschen übrig lässt, bringt das deutlich mehr Sympathie-Punkte als ein unpersönliches Foto einer Datenbank!
  • Beginnen Sie mit einfachen Fragen! Wenn Sie Kandidaten direkt mit mathematischen Wurzelrechnungen überfordern, sind sie schneller weg, als Sie „Bewerbung“ sagen können.

 

Kritik am Recruiting Funnel

Das Konzept vom Recruiting Funnel und der davon abgeleitete Bewerber-Funnel und Mobile Funnel ist auf jeden Fall ein wichtiger erster Schritt, um sich aktiv im Kampf um Fachkräfte zu behaupten.

 

Doch es gibt jedoch auch immer mehr Kritik am traditionellen Recruiting Funnel:

 

  1. Mobile Funnels zielen oft auf die Besetzung einer bestimmten Position Fachkräfte, die von ihren Werten, Einstellungen und Arbeitsweisen außerordentlich gut zu Ihrem Unternehmen passen, aber eben nicht zu dieser Stelle, gehen somit verloren. Eine Schande, finden wir!
  2. Der Recruiting Funnel bildet die Fachkraftgewinnung als linearen Ablauf ab: Nach dem „Hire“ ist der Prozess vorbei. Doch vielleicht haben sich viele Spitzenkandidaten beworben, die in dieser Runde nur „Zweitbeste“ waren. Was für eine Vergeudung ist es, sich diese Kandidaten nicht für zukünftige Positionen warmzuhalten? Außerdem bleibt das Potenzial von neu eingestellten Mitarbeitern als „Unternehmensbotschafter“ unausgeschöpft. Dabei sind Ihre Fachkräfte die besten Recruiter, die Sie haben können! Sie selbst werden Ihr Unternehmen niemals so authentisch und glaubhaft empfehlen können wie zufriedene Mitarbeiter.
  3. Eins der größten Probleme im Fachkraftmangel bleibt bei der Verwendung vom traditionellen Recruiting Funnel und somit auch von Mobile Funnels völlig unbeachtet: Es gibt nur wenige Fachkräfte, die aktiv nach einem neuen Job suchen und bei einer typischen Werbeanzeige für einen Mobile Funnel weiterklicken würden. Im derzeit tobenden „War for Talents“ müssen Unternehmen ihre Wunschmitarbeiter stattdessen unermüdlich abwerben!

 

Die Kritikpunkte am Recruiting Funnel sind unserer Meinung nach durchaus berechtigt. Doch auch hierfür gibt es bereits eine Lösung – immer mehr Unternehmen stützen sich bei Ihren HR-Bemühungen auf die Weiterentwicklung des Recruiting Funnels, das Recruiting Wheel:

 

Das Recruiting Wheel

Dem traditionellen Recruiting Funnel werden einige Features hinzugefügt, wodurch aus dem linearen Prozess ein dynamisches Schwungrad namens Recruiting Wheel entstand:

 

Grafik zur Darstellung vom Recruiting Wheel

 

  1. Qualifizierte Kandidaten mit einem guten Cultural Fit werden in einem Talent Pool Wie?
    1. Sie nehmen alle Bewerber, die es beim Mobile Funnel zumindest bis zum „Bewerbung abschicken“ schaffen, inklusive ihrer Kontaktdaten in ein CRM (Candidate Relationship Management) System
    2. Werden Bewerber im Mobile Funnel ausgesondert, weil sie sich nicht für den angebotenen Job eignen, sollten Sie ihnen die Anmeldung zum Newsletter anbieten, damit Interessenten über Stellen in der Zukunft informiert bleiben.
  2. Behalten Sie Ihre Mitarbeiter auch nach dem „Hire“ im CRM System. So können Sie sie gezielt für spätere Recruiting Maßnahmen kontaktieren. Ein Beispiel: Schicken Sie allen neuen Mitarbeitern nach 6 Monaten automatisch eine Mail, in der Sie sie bitten, eine Bewertung auf Kununu zu hinterlassen!
  3. Im besten Falle sollte die Dynamik des Recruiting Wheels auch die Fachkräfte anlocken, die noch gar nicht wirklich auf Jobsuche Wie das geht? So:

 

Das „Mobile Recruiting Wheel“: Für zukünftige Kandidaten!

Wir bei Waldhirsch sind von den Möglichkeiten der Mobile Funnels begeistert und nutzen diese auch für uns selbst. Wir wollen jedoch nicht nur aktiv Suchende anziehen, sondern auch Top-Talente begeistern, die noch gar nicht wechselbereit sind.

So funktionieren die Mobile Funnels – oder vielmehr ein Mobile Recruiting Wheels –, die wir mittlerweile für uns und unsere Kunden auf Social Media erstellen, um effizient Fachkräfte zu gewinnen:

 

  1. Los geht’s mit einer spannenden Werbeanzeige, die keinen konkreten Job bewirbt, sondern qualifizierte Fachkräfte neugierig macht. Ein Beispiel: „Wie gut sind Ihre Skills als xxx?“
  2. Klicken die potenziellen Kandidaten auf die Werbeanzeige, gelangen sie auf eine Landingpage mit einem Quiz. Und voilà: Schon haben Sie einen Lead! Denn mithilfe von Cookies wird der Kandidat gespeichert, und auch die Mail-Adresse können Sie leicht entlocken, indem Sie das Quiz-Ergebnis per Mail versprechen.
  3. Schalten Sie nun geniale Remarketing-Kampagnen auf diese Zielgruppe
  4. Mit der Mailadresse können Sie zudem regelmäßige Newsletter mit spannenden Stellenanzeigen senden.

 

So einfach, und doch so genial! Finden wir zumindest 😉 Auch ohne die konkrete Intention eines Jobwechsels haben Sie einen Lead generiert.

Und wenn dann der Tag kommt, an dem Ihr Wunschmitarbeiter die Nase voll hat von seinem aktuellen Chef, seinem Arbeitsumfeld oder der fehlenden Wertschätzung in seinem Unternehmen – dann wird ihm einfallen „Hey, ich krieg doch ständig coole Stellenausschreibungen von Unternehmen XYZ geschickt“!

Schon haben Sie Ihren Konkurrenten mit wenig Aufwand ihre Top-Talente abgeluchst!

 

Fazit

 

Der aktuelle Fachkräftemangel sorgt dafür, dass Recruiting heutzutage eine Wissenschaft für sich geworden ist. Unternehmen nutzen theoretische Konzepte wie den Recruiting Funnel oder den Bewerber-Funnel, um jede Phase der Candidate Journey genauestens analysieren und optimieren zu können. Um den Bewerbungsprozess für qualifizierte Fachkräfte möglichst einfach und schnell zu gestalten, werden immer häufiger Mobile Funnel als Social Media Kampagnen erstellt.

Sie wollen jedoch nicht nur aktiv Jobsuchende begeistern, sondern auch Top-Talente abwerben, die aktuell noch gar nicht nach einer neuen Stelle suchen? Dann empfehlen wir Ihnen, sich mit unserem „Mobile Recruiting Wheel“ auseinanderzusetzen.

Die Idee finden Sie cool, Sie haben aber weder die Zeit noch die Expertise, sich selbst damit auseinanderzusetzen? Gerne können Sie sich jederzeit bei uns melden!

 

Blogteaser zum Download für den Karriereseite Ratgeber

 

 

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