Dies ist der Beginn einer Blogreihe, die sich mit der Thematik der Werbepsychologie beziehungsweise mit psychologischen Effekten im Marketing befasst. Werbepsychologie ist in unserer Branche bislang zwar schon zum Teil verbreitet, wird jedoch häufig nur von großen Unternehmen mit eigener Marketingabteilung genutzt.

Wir möchten auch den kleinen und mittleren Unternehmen die Geheimnisse der Werbepsychologie näherbringen und begeben uns in den nächsten Wochen auf den Weg, vorbei an geschwungenen Nervenbahnen, dem großen Limbischen System, durch ein Tal von Emotionen und immer in Richtung Horizont.

Wunderwaffe Emotion

Werbepsychologie ist ein mächtiges Werkzeug, das, je nach dem in welche Hände es gerät, Schaden zufügen, oder Mehrwert schaffen kann. Was meine ich damit? Bei der Werbepsychologie geht es ganz salopp gesagt darum, das Unterbewusstsein potenzieller Kunden anzusprechen, was vor allem auf der emotionalen Ebene funktioniert.

Entgegen der veralteten Erwartung, dass Entscheidungen rein rationale Prozesse sind, konnte nachgewiesen werden, dass der Mensch Entscheidungen meist auf emotionaler Ebene trifft, selbst wenn er sich dessen gar nicht bewusst ist und seine Entscheidung später auch immer mit rationalen Gründen rechtfertigt.

Eine Erklärung hierfür könnte sein, dass Emotionen unsere Entscheidungen aufgrund sogenannter somatischer „Marker“ beeinflussen. Grundsätzlich sind Entscheidungen Reaktionen unseres Körpers und Geistes, wobei jede Erfahrung „markiert“ wird.

Sind wir nun in einem Entscheidungsprozesses aktiv, treten die zuvor gesetzten Marker in Erscheinung – besser bekannt als sogenanntes Bauchgefühl oder Intuition. Die unbewusst und emotional gesetzten Marker treten vor allem dann in Kraft, wenn wir eine bestimmte Meinung über eine Marke oder ein Produkt haben. Obwohl wir unsere Meinung nicht unbedingt mit Fakten belegen können, steht diese für uns wie in Stein gemeißelt.

Mehr als Psychospielchen

Wie bereits erwähnt kann das Wissen der neurowissenschaftlichen Grundlagenforschung zum Kaufverhalten genutzt werden, um damit die breite Masse zu beeinflussen und Produkte und Dienstleistungen an den Kunden zu tragen.

Ob der Empfänger das beworbene Gut benötigt oder nicht, ist bei vielen Marketing-Kampagnen leider oft nebensächlich. Die großen Unternehmen verkaufen längst schon keine Produkte mehr – oder nicht nur. Sie erwecken ein Gefühl von Lifestyle und Luxus, den sich gönnen will, wer kann und nicht kann. Nüchtern betrachtet ein mieser Tanz mit den Gefühlen derer, die der Werbung ausgesetzt sind. Oder vielleicht doch nicht?

Was passiert, wenn die fundamentalen Erkenntnisse der Werbepsychologie dafür genutzt werden, um Menschen – in dem Fall Kunden – einen Mehrwert zu bieten? Wenn Werbepsychologie nicht als Manipulationstool genutzt wird, um Konsumenten ein Produkt oder eine Dienstleistung schmackhaft zu machen, die sie gar nicht benötigen? Was passiert, wenn das Wissen über Konsumverhalten zum Ansporn wird, Produkte und Dienstleistungen mit Sinn für Kunden anzubieten, die davon profitieren können?

In den nächsten Wochen werde ich mich gemeinsam mit meinem Team von Waldhirsch auf den Weg machen, um diesen Fragen auf den Grund zu gehen. Dabei widmen wir uns verschiedensten Effekten und Methoden der Werbepsychologie, erforschen und hinterfragen sie und sind gespannt, welche Möglichkeiten sie für uns bergen.

Nutzen Sie also die Chance und begleiten Sie uns auf der Reise! Haben Sie Fragen zum Thema, oder zu unseren Angeboten? Dann freuen wir uns über Ihre Nachricht.

Bis zum nächsten Beitrag!

Ihre Anna-Lisa Gretenkort